Skysurfen

Die Fantasie des Menschen erschafft viele neue, atemberaubende Sportarten. So auch das Skysurfing, welches Mitte der 80er Jahre das erste mal von einigen experimentierfreudigen Köpfen ausprobiert wurde. Dabei wurden Boards, größer als ein Skateboard und kleiner als ein Surfbrett, unter die Füße von wagemutigen Skydivern geschnallt.

Diese müssen während des Flugs gen Erde die Luftströme bewältigen, welche das Board erzeugt. Bis das Skysurfen erfolgreich gehändelt werden kann, wird viel Übung benötigt, um sich an die ungewöhnlichen Umstände des Luftstroms zu gewöhnen.

So erfordert sogar die einfachste Technik, bei der die Nase (auch Nose genannt) nach vorn abgekippt wird, um eine Geschwindigkeitszunahme zu ermöglichen, schon stetiges Üben! Starke Körperspannung ist angesagt, oft werden Skydiver unfreiwillig gedreht, weil die Curves (Abrundungen) des Boards ungewohnte Verhältnisse erzeugen. Körperliche Fitness muss Vorausgesetzt sein, um eine stabile Haltung beim Skysurfen einnehmen zu können, die das sichere Öffnen des Schirms ermöglicht. Später kann sich dann auch an schwierigeren Figuren versucht werden, so wie Loopings oder Rollen. Da schnelle Drehungen bei hohen Geschwindigkeiten einen Blutstau in den Armen und Beinen verursachen können, werden Bandagen getragen, die den Blutfluss verringern. Deshalb können einige Figuren auch Schmerzen hervorrufen, die echte Skysurfer gerne in Kauf nehmen.

Wie entstand Skysurfing ?

Das Surfen in luftigen Höhen wurde 1986 von zwei Franzosen erfunden, Dominique Jacquet und Jean-Pascal Oron. Die Popularität stieg jedoch erst in den 1990er Jahren. Mit dem Skysurfen ging auch die Erfindung des Freeflying und Freestlye einher.

Was wird zum Skysurfen benötigt ?

Zunächst ist ein geeignetes Gurtzeug mit BOC und elektrischem Öffnungsautonmat von Nöten. Dann braucht man noch die richtigen Kappengrößen, welche kein radikales Fehlöffnungsverhalten aufweisen. Natürlich sollte vor dem Skysurfen auch darauf geachtet werden, die richtige Kleidung zu tragen, wozu ein geeigneter Kopfschutz, bevorzugt Schuhe mit dünner Sohle, enge Hose und ein weites Oberteil gehören. Ein akustischer Höhenwarner und ein Handhöhenmesser sollten auch an Bord sein. Für Anfänger ist es zu empfehlen, keine Froschhandschuhe zu tragen.