Formationsspringen

Was ist Formationsspringen?

Formationsspringen wird auch Relative-Work-Springen genannt und ist die am häufigsten angewandte Variante beim Fallschirmspringen. Dabei verlassen die Fallschirmspringer gleichzeitig das Fluggefährt. Während des Sprungs bilden die Springer im freien Fall eine oder mehrere Formationen. „Relative Work“ leitet sich von der relativen Position der Fallschirmspringer während des freien Falls ab. Beim Formationsspringen kann eine Geschwindigkeit von bis zu 200 km/h erreicht werden. Dennoch ist es den Springern möglich, eine derartige Haltung einzunehmen, dass sie ihre Mitspringer an den Händen fassen können.Welche Varianten gibt es beim Formationsspringen?

In den Anfangsjahren ließen sich die Springer lediglich in der bekannten „Bauchposition“ aus dem Flugzeug fallen. Mitte des Jahres 2000 entstand die sogenannte Vertikalformation, was auf den bereits länger bekannten „Freefly“ zurückzuführen ist. Daneben springt man heute gerne in der Upright- oder Headdown-Position. Der Formationssprung wird nicht nur von Profis, sondern auch von Freizeitsportlern ausgeführt. Die Größe der Formation liegt zwischen zwei bis hin zu mehreren Hundert Springern. Je größer die Formation, desto höher sind die Anforderungen an den Springer. Formationsspringen wird in die Kategorien 4-way sequential, 4-way vertical sequential, 8-way sequential, 16-way sequential, 10-way speed und Großformationen (Big-ways) unterteilt.

Welche Wettbewerbe gibt es beim Formationsspringen?

Nach den Regeln der „International Parachute Commission“ (IPC) finden weltweit nationale und internationale Wettbewerbe im Formationssprung statt. Zu den höchsten Disziplinen zählen die 4er und 8er Sprünge. Zu den Teams zählen jeweils zwischen vier und acht Springern zuzüglich eines Kameramannes. Es werden zehn Runden mit jeweils sechs Formationen gesprungen. Innerhalb einer vorgegebenen Zeit müssen die Formationen so oft wie nur möglich und in der richtigen Abfolge wiederholt werden. Jede richtig ausgeführte Formation ergibt einen Punkt für das Team. Die Formationen, die gesprungen werden müssen, werden ausgelost.

Der aktuelle Rekord im Formationsspringen liegt bei 400 Springern.