Fallschirmspringen Disziplin B.A.S.E. – Extremsport für Abenteuerhungrige

Base-Jumping ist eine Extremsportart für Abenteuerhungrige, die den Nervenkitzel schätzen. Die Buchstaben B.A.S.E. sind Akronyme für Building, Antenna, Span und Earth. Dabei geht es um eine spezielle Fallschirm-Disziplin, die ohne Reserveschirm ausgeübt wird. Sie springen nicht wie üblich aus einem Flugzeug ab, sondern aus geringerer Absprunghöhe von Objekten wie Hochhäuser, Türme oder Brücken. B.A.S.E. Fallschirmspringen erfordert Mut und birgt trotz intensiven Sprungtrainings ein hohes Risiko. Auch wenn Sie ein erfahrener Fallschirmspringer sind, sollten Sie sich nie ohne die richtige Vorbereitung von einem Objekt in die Tiefe stürzen und mindestens zweihundert Fallschirmsprünge hinter sich haben.

Geschichte des B.A.S.E. JumpingErich Felbermeyer aus Österreich absolvierte 1965 den ersten modernen Base-Sprung mit einer Rundkappe in den Dolomiten. Erst Mitte der Siebzigerjahre entwickelte sich das Objektspringen mit Flächenfallschirmen. Der US-Amerikaner Carl Boenish sprang zu Beginn der Achtzigerjahre von gleich vier Objekten und gilt als Erfinder der Bezeichnung „B.A.S.E.“ Klaus Heller stürzte sich als erster deutscher Base-Jumper von einer Brücke, Rainer Nowak wagte 1984 einen Sprung vom fast 300 Meter hohen Münchner Olympiaturm. In dieser Zeit fanden rund 800 Base-Sprünge statt, die alle verboten waren. Eberhard Ginger, Fred Kuhlmann, Jürgen Mühling und Hannes Kraft führten im April 1998 die ersten genehmigten Base-Jumps aus.

Spezielle Sprungausrüstung für geringe Absprunghöhen

Beim Objektspringen fehlt der Reserveschirm. Ein zweiter Fallschirm würde auch wenig nützen, da die Absprunghöhen zu niedrig sind. Um das Risiko zu reduzieren, beherrschen Objektspringer eine besondere Pack- und Sprungtechnik. Beim B.A.S.E. Jumping halten Sie einen Pilote Chute-Hilfsschirm in der Hand. Dadurch beschleunigt sich die Öffnung des Hauptschirms. Der siebenzellige Fallschirm mit spezieller Verstärkung steckt in einem Schirm-Container und verfügt über eine modifizierte Auslösetechnik. Ein Base-Jump-Schirm ist zudem größer, um innerhalb der kurzen Sprungzeiten eine maximale Bremswirkung zu erzielen. In Deutschland sind Base-Sprünge nur mit schriftlicher Genehmigung des Objekt-Eigentümers erlaubt, die Ausrüstung muss den in Deutschland geltenden Zulassungsbestimmungen entsprechen.