Die verschiedenen Disziplinen des Fallschirmspringens

Fallschirmspringen DisziplinenFallschirmspringen ist nicht gleich Fallschirmspringen. Die Sportart, die den meisten Menschen doch etwas Respekt abnötigt, hat mehrere Disziplinen, die ihrerseits wiederum in sogenannte Klassische Disziplinen und in Disziplinen ohne Sportordnung und offizielle Wettkämpfe eingeordnet werden. Sehr bekannt dürften aufgrund ihrer außerordentlichen Medienpräsenz beispielsweise Wingsuit und B.A.S.E. sein, während die Sportarten wie Stilspringen und Para-Ski trotz regelmäßiger Wettkämpfe eher nicht so bekannt sind.

Klassische Disziplinen

Zu den Klassischen Fallschirmspringen Disziplinen gehört das Formationsspringen. Das wiederum wird unterteilt in die Freifallformation und die Kappenformation. Ersteres meint, dass mehrere Fallschirmspringer gleichzeitig bäuchlings springen, sich an den Händen fassen und im Freien Fall Figuren bilden. Die Kappenformation dagegen meint, dass alle Springer sofort und gleichzeitig den Fallschirm öffnen und die geöffneten Schirme (Kappen) zusammen eine Figur oder Formation ergeben. Das Formationsspringen ist in jeder Ausprägung eine Fallschirmspringen Disziplin, die nicht als Individualsportart durchgeführt werden kann. Beim Stilspringen oder Freefly ist das anders: Hier versucht der einzelne Fallschirmspringer, im Freien Fall Drehungen, Schrauben und andere Figuren möglichst sauber zu springen. Beim Para-Ski springt ein mit Ski ausgerüsteter Springer in alpinem Gelände ab und veranstaltet einen Riesentorlauf.

Fallschirmspringen Disziplinen, die etwas spektakulärer sind

Zu den Disziplinen ohne offizielle Wettkämpfe wird das Freeflying gezählt. Als Freefly bezeichnet man den freien Flug, wenn also ein Springer im Sitzen oder Kopfunter springt. Inzwischen nur noch von wenigen Springern durchgeführt wird das Skysurfen, eine Fallschirmspringen Disziplin, die in den 1990er Jahren entwickelt wurde. Der Springer hat an den Füßen ein Art Surfbrett befestigt. Weiter verbreitet ist das Swooping: Hier wird versucht, kurz vor der Landung in unmittelbarer Bodennähe durch geschicktes Lenken des Schirms möglichst hohe Geschwindigkeiten zu erreichen, die möglichst lange gehalten werden. Auch das Speedskydiving hat hohe Geschwindigkeiten zum Ziel, allerdings im Freien Fall mit seitlich angelegten Armen. Ganz andere Ziele verfolgt Wingsuit, denn da springt man nicht mit einem Fallschirm, der den Fall bremsen soll, sondern mit einem Anzug, der den Springer wie ein Flughörnchen aussehen und langsam nach unten gleiten lässt. Verbunden mit B.A.S.E. ist diese Disziplin recht medienpräsent, denn spektakuläre Aufnahmen zeigen Wingsuit-Springer, die die Dächer von Manhattan und anderen Hochhaussiedlungen als Sprungbasis benutzen. Letzteres wird als B.A.S.E. bezeichnet.

Bildquelle: Torsten Gudescheit  / pixelio.de