Ablauf eines Fallschirmsprungs

Prinzipiell gilt: Je sicherer man das Fallschirmspringen bereits beherrscht, desto mehr Varianten ergeben sich zu seiner Gestaltung, während man sich in der Luft befindet. Kein Sprung ist wie der andere – deshalb ist das Fallschirmspringen auch für Profis immer wieder ein neues Erlebnis. Unerlässlich ist allerdings das so genannte Briefing vor dem Sprung, bei dem genau geklärt wird, wie der Sprung abläuft. Jemand, der zum ersten Mal springt, informiert sich am besten schon etwas im Voraus darüber, um gut vorbereitet zu sein.

Gibt es einen standardisierten Ablauf eines Fallschirmsprungs?

Bevor man einen Einzelsprung aus dem Flugzeug wagt, muss die Ausrüstung sehr sorgfältig gecheckt werden – dass alles zu 100% funktionieren muss, ist hier selbstverständlich. Idealerweise nimmt man den Check mit Hilfe einer Liste vor, damit nichts vergessen wird.
Anschließend folgt der Einstieg ins Flugzeug. Falls mehrere Springer nacheinander starten, sollten diese gleich zu Beginn ihre Sitzposition so wählen, dass sie sich später beim Ausstieg nicht behindern. Wie in einem ganz normalen Flugzeug auch geht es erst los, wenn alle sicher angeschnallt sind. Ab einer Höhe von ca. 500 Metern werden die letzten Vorbereitungen getroffen und die Sicherheitshelme aufgesetzt. Dieser wird während des gesamten Sprungs getragen. Nach etwa einer halben Stunde erreicht das Flugzeug eine Höhe von rund 4.000 Metern, der etwaigen Absprunghöhe.

Gibt es einen zusätzlichen Sicherheitscheck?

Direkt vor dem Sprung wird die komplette Ausrüstung noch ein letztes Mal überprüft – hier haben sich viele zur Regel gemacht, auch die Ausrüstungen der Mitspringer einzeln zu prüfen, damit absolut nichts vergessen wird. Sobald der Leiter das Signal zum Absprung gibt, springt ein Teilnehmer nach dem anderen aus dem Flugzeug. Der Abstand zum jeweils nächsten Teilnehmer sollte hier etwa zehn Sekunden betragen.

In der ersten Phase des Sprungs genießt man den freien Fall, bei dem man ein Tempo von rund 200 km/h erhält. Diese Phase dauert im Durchschnitt eine Minute und bietet für erfahrene Fallschirmspringer auch die Möglichkeit, Formationen zu bilden.
Ab einer Höhe von etwa 1.000 Metern muss der Fallschirm geöffnet werden. Hier muss der richtige Zeitpunkt abgepasst werden, damit noch genügend Zeit bleibt, etwaige Fehler oder Öffnen bei der Öffnung des Fallschirms zu lösen.
Nun folgt die Schirmfahrtsphase, in der man langsam abbremst und danach sanft Richtung Boden gleitet.
Am besten erfolgt die Landung möglichst gegen den Wind, da der Fallschirm auf diese Weise abbremsend wirken kann. Häufig wird für diesen Zweck ein Windsack am Landeplatz zur Orientierung genutzt.
Nach der Landung schnallt man sich ab und faltet dann gemeinsam die Fallschirme zusammen.